Ergotherapie in Hamburg

Ergotherapie Lexikon

ADHS

Abkürzung für Aufmerksamkeits-Defizit / Hyperaktivitäts-Syndrom. Es ist das häufigste von mehreren Syndromen im Kindes- und Jugendalter, bei denen Schwächen in der Aufmerksamkeitsfokussierung und Konzentration, Erregbarkeit, Unruhe und vor allem die Impulsivität eine zentrale Rolle spielen.

Das ADHS wir in unserer Praxis sowohl im Kindes- und Jugend- als auch im Erwachsenenalter mit Sensorischer Integration (SI), dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) sowie der Affolter-Methode behandelt.

Weitere Informationen zum Thema ADHS finden Sie auf der Internetseite: www.adhs-hilfe.de

ADL

ADL ist die Abkürzung für „activities of daily living“, zu Deutsch „Aktivitäten des täglichen Lebens“. Diese Methode dient der Wiederherstellung von alltäglichen Anforderungen, wie Stehen, Gehen, Liegen und typischen Alltagsbewegungen, wie z. B. sich anzuziehen.

Neben der Behandlung werden auch Hilfsmittel eingesetzt, um dem Patienten eine vollständige Rückführung in den Lebensalltag zu gewährleisten.

ADL befasst sich in unserer Praxis mit folgenden Themen: Bewegen / Fortbewegen; Hygiene / Toilettengang; Nahrungsaufnahme, Bekleidung, Kommunikation und weitere Bereiche.

AFFOLTER

AFFOLTER ist eine Methode, um bei wahrnehmungsgestörten Patienten im Alltag die Interaktion mit ihrer Umwelt zu verbessern. Sie ist von Frau Dr. Félicie Affolter erforscht, entwickelt und publiziert worden.

Beim Führen nach AFFOLTER erspürt der Patient gemeinsam mit unseren TherapeutInnen Alltagsgeschehnisse mit dem Ziel, gewonnene Wahrnehmungsinformationen zu ordnen und Erkenntnisse über sich und seine Umwelt hervorzurufen.

Außerdem dient es der Re-Organisation der Hirnfunktionen bei Hirnschädigungen. Die Methode wird in unserer Praxis gleichermaßen bei Erwachsenen und bei Kindern sehr erfolgreich zur Alltagsbewältigung eingesetzt.

Weitere Informationen zu Affolter finden Sie auch auf Wikipedia Enzyklopädie.

BOBATH

Dr. Karel Bobath und Berta Bobath, Gymnastiklehrerin, entwickelten in den 50er Jahren ihr Konzept zur Befundaufnahme und Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit Verletzungen des zentralen Nervensystems.

Das BOBATH-Konzept ist ein Pflege- und Therapiekonzept für Patienten mit Lähmungen und Störungen des Muskeltonus durch erworbene Hirnschäden: Schlaganfall, Hirnblutung, Schädel-Hirn-Trauma, hypoxische Hirnschädigung, Hirntumore und anderen Krankheiten des zentralen Nervensystems.

Unsere TherapeutInnen arbeiten eng mit anderen Berufsgruppen zusammen und sind her-vorragend in diesem Konzept spezialisiert und ausgebildet.

Weitere Informationen zum Thema BOBATH finden Sie auf der internationalen Internetseite: www.bobath.net.

CMOP – (Canadian Model of Occupational Performance)

Das CMOP (übersetzt: Kanadisches Modell der Betätigungs-Performanz) ist 1983 aus einem gemeinsamen Arbeitskreis des kanadischen Ergotherapie – Verbandes und des kanadischen Instituts für nationale Gesundheit und Wohlfahrt entstanden.

Es ist der Versuch, klare Richt-linien für die Praxis zu schaffen und dabei Dinge mit einzubeziehen, mit denen man Standards setzen und Qualitätssicherung fördern konnte. Das Hauptanliegen bestand darin, ein Ergebnis – Messinstrument für die Ergotherapie zu entwickeln.

Das erarbeitete Modell stützt sich hauptsächlich auf die von Reed und Sanderson formulierten konzeptionellen Grundlagen zur Praxis und deren Sichtweise der Betätigungs-Performanz (Balance zwischen Arbeit, Freizeit und Selbstversorgung). Es folgt einem streng klientenzentrierten Ansatz.

Das Modell beschreibt die Wichtigkeit der Performanz – Komponenten (physisch, geistig, soziokulturell, spirituell) und der Umwelt, die sich in physische, soziale und kulturelle Umwelt einteilt und betont dabei den Zusammenhang zwischen sinnvoller Betätigung und Gesundheit.

Quelle: http://de.wikipedia.org

CRANIO-SACRALE Therapie

Die CRANIO SACRALE Therapie ist ein Teil der Osteopathie. Eingesetzt wird die auch mit „CST“ abgekürzte Therapie u. a. bei : Depression, Kopfschmerzen, Migräne, Traumen, usw.

Begründet wurde die CRANIO SACRALE Therapie von Dr. W. G. Sutherland, der durch eine Entspannungstechnik das Cranio Sacrale System entdeckte. Die Osteopathie geht davon aus, dass es einen eigenen Kreislauf der Cerebrospinalflüssigkeit (Gehirnflüssigkeit) zwischen Schädel (Cranium) und Kreuzbein (Sacrum) gibt. Durch die Harmonisierung dieses cranio-sacralen Rhythmus können Spannungen abgebaut, Schmerzen gelindert und Blockaden gelöst werden.

Mit der craniosacralen Therapie kann ein Heilungsprozess eingeleitet oder wirkungsvoll unterstützt werden.

CRAMER-Therapie

Das Cramer-Programm ist ein spezielles Therapiekonzept zur Schulung der auditiven Wahrnehmung bei Hörwahrnehmungsstörungen wie z.B. zentrale Fehlhörigkeit. Geschult wir sowohl die Differenzierung der auditiven Wahrnehmung durch z.B. das hörende Unterscheiden von ähnlich klingenden Buchstaben und Wörtern, sowie auch das Lesen und Schreiben. Bei der Behandlung von Kindern können die Therapieinhalte, nach Absprache mit den Eltern, in einem Heimprogramm geübt werden.

CYRIAX

Diese Therapie wurde von Dr. James Cyriax entwickelt und stellt eine umfassende Form der Gelenk- und Wichteilbehandlung dar. Es fließen sowohl Gesichtspunkte der manuellen Therapie an der Wirbelsäule und den großen Gelenken ein, als auch eine gezielte Behandlung von Muskeln, Sehnen und Bändern. Ein wichtiger Teil dieser Behandlung sind die Querfrikationen an gereizten Bändern und Sehnen. Die Therapie beseitigt entzündungsähnliche Zustände und die in der Sehne eingelagerten Ödeme und wirkt auf die Struktur der Sehnen.

Diese Therapieform eignet sich besonders bei orthopädischen und neurologischen Problemfällen und kann sehr gut mit anderen Methoden wie Bobath kombiniert werden.

Informationen zum Thema Cyriax finden Sie auf der Internetseite: www.cyriax.org

Hinweis: Diese Behandlungsform wir derzeit nicht angeboten.

EUNS

Viele neurologisch Betroffene leiden unter Sehstörungen. EUNS steht für die Abkürzung „Ergotherapeutische Untersuchungsreihe neuropsychologischer Störungen“. EUNS ist eine umfangreiche, sowohl im klinischen als auch im ambulanten Bereich erprobte Methode zur Erfassung der visuellen Basis- und Raumwahrnehmungsleistungen mit spezifischem Diagnostikmaterialien.

Damit lassen sich z. B. Sehschärfe, Kontrastsehen, Farbsehen, Gesichtsfeld, Augenmotorik usw. befunden. Die Befundserie ermöglicht es wiederum, eine viel gezieltere ergotherapeutische Behandlung durchzuführen, die für den Alltag des Patienten von großer Wichtigkeit sind.

Frau Elke Post ist eine der Autorinnen von EUNS.

FBL

FBL ist ein Modell für die Praxis zur Analyse und Planung eines Bewegungsablaufes oder einer therapeutischen Übung. Nach dem Prinzip der Funktionellen Bewegungslehre soll das Therapieziel in der Reaktion auf eine Bewegung und die dadurch entstehende Gewichtsverschiebung liegen. Die aus dem Bewegungsauftrag folgenden Reaktionen werden dem Patienten nicht bewusst. Der Therapeut aber sieht sie voraus und plant sie als eigentliches Therapieziel ein.

F.O.T.T.

F.O.T.T. steht für die Abkürzung der Therapie des facio-oralen Traktes. Diese beschäftigt sich mit der Behandlung von Kau- und Schluckstörungen. Sie dient der vollständigen oder partiellen Wiederherstellung der gestörten motorischen und sensomotorischen Funktionen im Mundbereich.

Die nach Kay Coombes entwickelte Behandlung beinhaltet nicht nur die Rehabilitation der Schluckfunktion und der oralen Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme, sondern auch die bestmögliche Wiederherstellung der Gesichtsbewegungen, der Stimme und des Sprechens.

Diese Therapie bieten unsere Ergopraxen in Hamburg auch als Hausbesuch oder in Institutionen an.

JOHNSTONE

Der Behandlungsansatz nach Margret Johnstone verhilft insbesondere neurologischen Patienten mit schwerwiegenden Defiziten und geringem Erholungspotential zu schneller Besserung durch die Anwendung der Luftpolsterschienen, die der Patient auch für zu Hause von seinem Arzt verschrieben bekommen kann.

Die Anwendung der Schienen wird in unserer Praxis gerne mit anderen Therapiekonzepten kombiniert (z. B. mit BOBATH).

KLANGMASSAGE nach Peter Hess®

Die Harmonie des Menschen mit sich selbst und seiner Umwelt ist vielfältig bedroht durch alltäglichen Stress in allen Lebensbereichen. Hier setzt die Klangmassage nach Peter Hess als eine sehr wirksame Entspannungsmethode an: in der Klang-Entspannung lösen sich die im Alltagsstress angesammelten Sorgen, Unsicherheiten und Blockaden. Dieses Loslassen ist eine gute Basis für die Neubelebung und Stärkung der Selbstheilungskräfte.

Der Klangmassage liegen uralte Erkenntnisse über die Wirkung von Klängen zu Grunde, die schon vor über 5000 Jahren in der indischen Helikunst Anwendung fanden. In der östlichen Vorstellung ist der Mensch aus Klang entstanden, ist also Klang. Ist der Mensch mit sich und seiner Umwell im Ein-Klang. dann ist er auch in der Lage, sein Leben frei und kreativ zu gestalten.

Peter Hess hat die Methoden der Klangmassage aus vielfältigen Klang-Erfahrungen in Nepal und Tibet entwickelt. Forschungen und Erfahrungen von Prof. Dr. Gert Weber und gemeinsame Experimente über die Wirkung traditioneller Musik auf Psyche und Körper des Menschen sind Grundlagen der Klangmassage. Peter Hess hat dieses Wissen in langjähriger Praxis angepasst an die Bedürfnisse der Menschen in den westlichen Kulturen. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden in Ausbildungsgruppen im In- und Ausland weitergegeben.

Wichtigste Wirkungsmerkmale der Klangmassage sind:

  • schnelles Erreichen tiefer Entspannung, da Klang das ursprüngliche Vertrauen der Menschen anspricht;
  • Loslassen von Problemen, Lösen von Verspannungen und Blockaden durch diese tiefe Entspannung:
  • sanfte Massage und Harmonisierung jeder einzelnen Körperzelle durch Klänge
  • positive Beeinflussung von Selbstbewusstsein, Kreativität und Schaffenskraft;
  • Stärkung der Selbstheilungskräfte und Gewinn neuer Lebensfreude

Die Klangmassage wird zur tiefen Entspannung mit den beschriebenen positiven Wirkungen eingesetzt. Manifeste körperliche oder seelische Erkrankungen dürfen aber nur von Angehörigen anerkannter Heilberufe behandelt werden.

Weitere Infos finden Sie unter: www.klang-massage-therapie.de

MEDI-TAPING

Die Medi-Taping-Methode leitet sich vom Kinesio Taping ab. Die Kinesio-Taping-Methode wurde vor ca. 30 Jahren von einem japanischen Arzt und Chiropraktiker KENZO KASE erstmalig entwickelt. Ein eigens von ihm entwickeltes Tapematerial und die von ihm beschriebene Anwendungstechnik nutzen den körpereigenen Heilungsprozess des Menschen.

Bei der Medi-Taping-Methode handelt es sich um eine Therapieform, bei der durch die Applikation des Medi-Tapes eine direkte Beeinflussung der Schmerzreflektoren möglich ist. Gleichzeitig kommt es durch Einflussnahme auf das zirkulatorische System zu rascherer Ausscheidung von Ödemflüssigkeit und Entzündungssekreten und damit zur Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichts in der Muskulatur.

Die Behandlung ist schmerzlos und nebenwirkungsfrei und führt in einem hohen Prozentsatz zum völligen Abklingen auch seit langem bestehender Beschwerden im Bereich des gesamten Bewegungsapparates und auch bei Beschwerden von inneren Organen.

Diese Grundmethode wurde von der Schmerz und Tape GmbH zu der Medi-Taping-Methode weiterentwickelt. Infos unter www.schmerzundtape.de.

NLP

NLP ist die Abkürzung für Neuro Linguistisches Programmieren und ist von den Amerikanern R. Bandler und J. Grinder in den 70er Jahren entwickelt worden.

Das Herz des NLP ist die professionelle und gelungene Kommunikation auf allen Ebenen. Ziel des NLP ist es, die eigenen Verhaltensweisen und Lebensstrategien bewusst aus einem Spektrum von individuellen Möglichkeiten situationsabhängig auswählen zu können.

Die Methoden des NLP sind vielseitig, lösungsorientiert und schnell anwendbar. NLP unterstützt unsere Patienten in den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Mit Hilfe von NLP können berufliche Ziele mit persönlichen Wünschen in Einklang gebracht werden.

Weitere Informationen zum Thema NLP finden Sie auf den Internetseiten www.nlp-gesundheitswesen.de, www.nlp.de und natürlich auf unserer Seite sowie dem Artikel NLP in der Ergotherapie.

PÄDIATRIE

PÄDIATRIE ist die altgriechische Bezeichnung für Kinderheilunde. PÄDIATRIE ist also der Oberbegriff für die ergotherapeutische Behandlung von Kindern bis zu einem Alter von 14 Jahren. Ergotherapie wird dann eingesetzt, wenn Kinder in ihrer körperlichen, geistigen oder seelischen Entwicklung gegenüber Gleichaltrigen zurückbleiben oder sich anders entwickeln.  Das können beispielsweise Aufmerksamkeitsstörungen, Koordinationsprobleme, Hyperaktivität
oder Behinderungen sein.

Mit verschiedenen Behandlungsmethoden, wie BOBATH, SENSORISCHER INTEGRATIONS-THERAPIE, AFFOLTER, NLP oder PROFILAX® werden Störungen und Mängel in der Entwicklung des Kindes vermindert oder gar beseitigt. Das Besondere in unserer Praxis ist der ganzheitliche Ansatz

Weitere Informationen zum Thema PÄDIATRIE finden Sie auf der Internetseite: www.paediatrie-links.de speziell der Bereich „Eltern“.

PERFETTI

PERFETTI ist eine Methode, die von Professor Carlos Perfetti zur Behandlung von Schlaganfallpatienten entwickelt wurde. Die Behandlung fördert durch kognitiv-therapeutische Übungen die Neuroorganisation im Gehirn und sorgt dafür, dass Bewegungen wieder möglich werden.

Die Therapie verläuft in verschieden Schweregraden, von anfangs geführt und getragenen Spürbewegungen bis hin zu eigenaktiv geplanten Bewegungsabfolgen.

Das Besondere dieser Methode ist die Auswahl vielfältiger, speziell angefertigter Therapiemittel, die als Gesamtprogramm in der ergopraxis für unsere Patienten zur Verfügung stehen.

PNF

PNF steht als Abkürzung für die Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation. Gemeint ist damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im Nerven- und muskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers. Über sogenannte Propriozeptoren wird der aktuellen Stand der Bewegungen (z. B. das Heben eines Beins) über die Nervenbahnen und Rückenmark an das Gehirn weiter gemeldet.

Die Methode wurde in den Jahren 1946 bis 1951 in Amerika von dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin Margaret Knott entwickelt. Mit PNF kann in das körpereigene Feedback- und Wahrnehmungssystem eingegriffen werden. Diese aktive Methode besteht aus definierten Bewegungsmustern. So kann ein nach einem Unfall vorübergehend gelähmter Patient wieder Schritt für Schritt das Laufen oder Greifen lernen.

profilax®

PROFILAX® ist ein ganzheitlich präventives Modell, das von Frau Elke Post seit 1998 entwickelt und in die ergotherapeutische Arbeit integriert wurde. Hierzu werden verschiedene  Therapiemethoden und Konzepte einbezogen. Das Modell wurde 2005 als ergotherapeutisches Modell wissenschaftlich validiert und ist vom Bundesverband für Ergotherapeuten in Deutschland (BED) als solches anerkannt.

Das Ziel von PROFILAX® ist das Gesunderhalten im Alltag und das Wiederherstellen der Gesundheit bei Symptomen und Krankheiten jeglicher Art.
Informationen dazu finden Sie auf unserer profilax®-Homepage unter www.profilax-gesundheitsfoerderung.de und hier auf unseren Seiten.

Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson

Bei der Progressiven Muskelentspannung (auch: Progressive Muskelrelaxation, kurz PMR oder Progressive Relaxation, kurz PR, oder Tiefenmuskelentspannung) nach Edmund Jacobson handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willkürliche und bewusste Anund Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst.

Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale  Niveau aufgrund einer verbesserten Körperwahrnehmung. Mit der Zeit lernt die Person, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer sie dies möchte.

Zudem können durch die Entspannung der Muskulatur auch andere Zeichen körperlicher Unruhe oder Erregung reduziert werden, wie beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern. Darüber hinaus können Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert und damit Schmerzzustände verringert werden.

Bewährt hat sich die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson, da sie nicht nur höchst wirkungsvoll ist, sondern auch in fast allen Situationen des Lebens angewendet werden kann.

In unserer Praxis werden die Patienten in die Methode eingeführt, so dass sie diese selbstständig in ihrem Alltag integrieren können.

Psychomotorik nach Kiphard

Psychische Vorgänge, wie z. B. Emotionalität oder Konzentration, aber auch die individuelle Persönlichkeitsanlage beeinflussen das spontane Bewegungsspiel. Diese kausale Verknüpfung wird Psychomotorik genannt. Der Begriff steht für ein einheitliches und entwicklungsorientiertes Konzept, das Wahrnehmung und Bewegung gleichermaßen fördert.

Die Psychomotorik ist sowohl ein pädagogisches, als auch ein therapeutisches Konzept.

Gegründet wurde die Psychomotorik in Deutschland Mitte der 1950er Jahre durch Ernst Kiphard, der als ihr Urvater gilt. In Kiphards jahrelanger Arbeit mit verhaltensauffälligen, insbesondere beziehungsgestörten und aggressiven Kindern und Jugendlichen wurde sichtbar, dass sein Sportangebot eine positive Wirkung auf die emotionale Entwicklung von Kindern hatte. Im Hinblick auf diese therapeutische und unterstützende Wirkung begann er, sein Bewegungsangebot systematisch auszubauen.

Kiphard führte motorische und sensomotorische Auffälligkeiten bei Kindern mit Lern- und Verhaltensproblemen auf eine minimale cerebrale Dysfunktion zurück. Die hier entstehenden Defizite im Bereich Wahrnehmung und Bewegung führen seiner Ansicht nach zu Sorgen. Es treten Sekundärstörungen wie motorische Unruhe, Hyperaktivität, emotionale Labilität, gehemmtes und ängstliches Verhalten, Motivations- Mangel, sowie zu Störungen in Ausdauer und Konzentration auf. Auch wird die Fähigkeit zu einer angemessenen Steuerung des eigenen Verhaltens im Allgemeinen dadurch beeinträchtigt.

Hier hält Kiphard den Einsatz der psychomotorischen Übungsbehandlung für notwendig. Motorische Betätigung und die Auseinandersetzung mit den eigenen Fähigkeiten und Ängsten sollen zu einer Harmonisierung und Stabilisierung der Persönlichkeit der Kinder führen. Als Lehrstuhlinhaber für Heilpädagogik und Rehabilitation an der Johann Wolfgang Goethe- Universität in Frankfurt am Main hat Kiphard das Konzept der Psychomotorik weiterentwickelt.

Im gesellschaftlichen Kontext wird Bewegung innerhalb der kindlichen Entwicklung immer mehr Bedeutung zugeschrieben. Zum Einen gibt es inzwischen zahlreiche entwicklungspsychologische Forschungsergebnisse, welche die Bedeutung der Bewegung und Wahrnehmung für eine stabile frühkindliche Entwicklung in den Bereichen Emotionalität, Sprachentwicklung,

Sozialverhalten und Kognition aufzeigen. Zum Anderen bewirken gesellschaftliche Entwicklungen wie zunehmende Verstädterung mit einer steigenden Kinderarmut, Medienkonsum bei Kindern, Ernährung etc. eine Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten für Kinder und damit zu Bewegungsmangel.

Psychomotorik wird in unserer Praxis in Einzel- und Gruppentherapie angeboten. Bitte sprechen Sie uns an.

REIKI

REIKI ist die universelle Kraft, die in allem Lebendigen fließt und auf der Grundlage der Liebe basiert . Sie wird durch das Auflegen der Hände übertragen und kann für jeden Menschen durch eine Einweihung aktiviert werden.

Das Wissen um die Weiterleitung dieser universellen Energie verdanken wir dem Japaner Dr. Mikao Usui, einem christlichen Mönch und Theologieprofessor (1865-1925). Nach langem Suchen entdeckte er in alten indischen Überlieferungen den Schlüssel zu dieser grenzenlosen unerschöpfliche Lebensenergie und machte sie uns in der heutigen Form wieder zugänglich.

REIKI steht in keinem Zusammenhang mit einer bestimmten Glaubensrichtung oder Weltanschauung und ist daher mit jedem Glauben zu vereinbaren.

REIKI kann bei Schmerzen, Burn-out-Syndrom und Angespanntheit zur Linderung verhelfen.

Neuropsychologisches Training nach Verena Schweizer

Das Neurotraining ist ein neuropsychologisch fundiertes, vielfältiges und anspruchsvolles Therapieprogramm, welches zur Schulung kognitiver Fähigkeiten bei Patienten mit/nach einer Hirnschädigung eingesetzt wird. Mit dem Therapieprogramm kann der/die Patient/in neben dem Training der höheren kognitiven Fähigkeiten (z.B. Lernen und Gedächtnis, Konzentration/Aufmerksamkeit, Planung, visuell-konstruktive Fähigkeiten, Lesesinnverständnis) auch Lern- und Problemlösungsstrategien (wieder-)erlernen und trainieren.

Das Neurotraining entwickelte Verena Schweizer in enger Zusammenarbeit mit der Neuropsychologin Marlene Kohenof Anfang der 70er-Jahre an der Klinik Valens (Schweiz), um hirngeschädigte Patienten mit kognitiven Funktionsstörungen sozial und möglichst auch beruflich wiedereinzugliedern.

SENSORISCHE INTEGRATION

Dr. Jean Ayres, eine amerikanische Ergotherapeutin und Psychologin, war die Begründerin des Konzeptes der SENSORISCHEN INTEGRATIONSTHERAPIE (SI). Sie hat in einem Forschungsprojekt die Ursachen von Lernstörungen bei Kindern untersucht. Die Ergebnisse dieser Forschung zeigten, dass ein wahrnehmungsgestörtes Kind mit seinem Nervensystem die aufgenommenen Informationen aus den Sinnessystemen so für sich nicht nutzen und deshalb nicht situationsangemessen handeln kann. SI ist ein lebenslanger, sich an immer neue innere und äußere Anforderungen anpassender Wachstumsprozess im Nervensystem.

Wenn dieser Prozess der Informationsverarbeitung gestört ist, werden Lernen und Handeln schwierig, Fehler nicht bemerkt und wichtige, das Nervensystem strukturierende Erfolge fehlen. Kinder verlieren durch ständige Misserfolge ihren Mut und ihre Entdeckungslust. Als Folge können sie oftmals nicht allein spielen und depressives oder auch aggressives Verhalten zeigen. Jean Ayres entwickelte einen speziellen Test, welcher auch in der ergopraxis durchgeführt wird, um zu analysieren, welche sensorisch integrativer Funktionen gestört sind.

Wir behandeln auch psychisch erkrankte erwachsene Menschen mit SENSORISCHER INTEGRATION.

Als besondere Angebote im Rahmen der SI stehen in unserer ergopraxis eine Kletterwand und ein großes Trampolin für die Behandlung zur Verfügung.